CD Erhardt - Fraktale Progression
Artikelnr.: CD-00030
EUR 12.00

Jakob Erhardt
Fraktale Progression - neuer Ansatz, astrologische Zeitqualität dynamisch zu betrachten


Auszug von der Homepage www.kraftzeichen.at
Vor etlichen Jahren beschäftigte ich mich intensiv mit der Münchner Rhythmenlehre (MRL) Wolfgang Döbereiners und studierte speziell das von ihm vorgestellte Verfahren, Auslösungen im Horoskop durch die Auswertung von Solaren und Septaren (sofern der 7er-Rhythmus angewendet wurde) sichtbar zu machen.
Zur gleichen Zeit las ich viel über Chaostheorie und andere Komplexitätswissenschaften; es formte sich in mir das Bild von der Astrologie als eine Disziplin, die es eigentlich mit den komplex aufeinander bezogenen Entwicklungszyklen der Evolution zu tun hat und nicht so sehr mit den Planeten - die waren nur die "himmlischen Zeiger" der Uhr, die es abzulesen galt.

Aus einer Intuition heraus - ich erinnere mich, während einer Busfahrt war "es" plötzlich da - wurden mir die Verwandtschaften zwischen den Fraktalen, wie sie etwa Benoit Mandelbrot in der Chaosforschung beschrieben hatte, und den Auslöse-Berechnungen der MRL bewusst. Döbereiner arbeitete mit Fraktalen ...
Auch andere Verfahren der astrologischen Projektion von Zeitqualität auf vergangene oder künftige Zeitpunkte arbeiten mit zeitlicher Vergrößerung oder Verkleinerung - wenn etwa in der sekundären Progression die Sonne mit jedem Lebensjahr um ein Grad im Tierkreis verschoben wird, so ist das quasi eine Betrachtung in Zeitlupe. Dabei geht es allerdings um lineare Verhältnisse - sehr im Unterschied zu Döbereiner, der die variablen Größen der Häuser als Maßstab nimmt und den Aszendenten entsprechend schneller oder langsamer wandern lässt: das "Tempo" der Aszendenten-Progression in der MRL resultiert aus einem Teilungsverhältnis einer nicht-linear zu Stande gekommenen Bezugszahl, der Häusergröße. Das ist ein Kennzeichen für ein echtes Fraktal. Das führt hier aber im Detail zu weit - wenden wir uns der Praxis zu.

Wenn der AC im 7er-Rhythmus 7 Jahre benötigt, um ein Haus zu durchwandern, dann braucht er 84 Jahre für einen Gesamtumlauf. Die Zahl 84 ist auch in der Zerlegung recht interessant: 12 x 7 ... Monate und Wochentage ... (3 plus 4) mal (3 mal 4) … usw. Was ich bei Döbereiners Auslösungen als weniger befriedigend empfand, waren die Sprünge, die ein Solar bzw. ein Septar jeweils darstellten. Ich tat mir schwer mit der Vorstellung, dass jeweils nach einem Jahr, wenn die Sonne den gleichen Stand erreicht hatte, quasi von heute auf morgen ein neues Solar "gelten" sollte, für das ganze Jahr, mit einem Hops ein Sprung in der Zeitqualität?

Die Zahl 84 war der Wendepunkt: Nach etlichen Experimenten mit der "Dynamisierung" von Solaren und Septaren nahm ich die 84 als fraktalen Teiler meiner realen Lebenszeit - und hatte damit einen Schlüssel in der Hand, der es mir ermöglichte, für jeden beliebigen Zeitpunkt meiner Entwicklung (auch in Vergangenheit und Zukunft hinein projiziert) ein aussagekräftiges, mit signifikanter Auslösequalität versehenes Horoskop zu erstellen. In Anerkennung der Wurzeln dieses Verfahrens in der Chaostheorie einerseits und im bewährten Instrument der astrologischen Progression andererseits bezeichne ich diesen Schlüssel als "fraktale Progression".

Seit den ersten, aufregenden Einblicken habe ich in Hunderten von Beispielen bestätigt gefunden, dass sich in der fraktalen Progression wunderbar plastisch die Dynamik unserer Entwicklung spiegelt. Für mich hat dadurch die Astrologie wesentlich an Leben gewonnen - weg von den Zeit-Punkten, hin zu Betrachtungen von Zeit-Entwicklung und zur vertieften Be-Deutung von Augenblicken, die unsere Individuation markieren.

Jakob Erhardt
Journalist, Pädagoge, Kommunikationsberater und Entwickler von Internet-Applikationen; beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Astrologie; Untersuchung von Berührungspunkten der Astrologie mit offenen Wissenschaftsmodellen.
 
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