drucken  Download des aktuellenPDF Reader
EIN TAG UNTER FREUNDEN
Mit dem oeav zu einer Wünschelrutenwanderung!

 
Am Samstag, den 26. August 2006 trafen sich 40 Astrologen und astrologisch Interessierte am Ausgangsort Wien Südbahnhof, um in entspannter Atmosphäre einen gemeinsamen Tag des Kennenlernens zu verbringen. Der sonnige Morgen und das interessante Thema des Tages „Wünschelrutenwanderung“ - ließen eine fröhliche Stimmung aufkommen.
 
Bald ging es los und die einstündige Anfahrt mit dem Bus wurde sofort für erste Gespräche genutzt. In den meisten Gesprächen stand natürlich die Astrologie im Mittelpunkt, zudem brachte Josef Wanek, der dankenswerterweise diesen Ausflug im Rahmen des oeav organisierte, auch einige Horoskope mit - und schon wurde interpretiert und fachgesimpelt.

Die Anfahrtszeit zum Naturpark Dobersberg verging rasch. Dort angekommen wartete bereits die fachkundige Führung im Wünschelrutengehen, Herr Hanisch, auf uns. Jetzt galt es etwas auszuprobieren. Herr Hanisch und die wunderschöne Landschaft des Waldviertels luden uns ein, uns auf ein neues, ungewohntes Thema einzulassen.
 

 
Nach einer ersten theoretischen Einleitung konnten wir es dann auch selbst probieren. Aus Kupferdrähten wurden Ruten geformt und das „Muten“ (Suchen von Wasseradern uvm.), wie es in der Fachsprache der Wünschelrutengeher heißt, hatte uns gepackt.

Jeder konzentrierte sich auf seine Rute und bald waren wir ein Haufen von Menschen die kreuz und quer über eine Wiese gingen, um Wasseradern zu finden. Wir umkreisten einen Brunnen und wirklich, bei allen bewegten sich die Ruten. Einmal zeigten sie zueinander, einmal auseinander, jeder hatte so seine, oft ersten Erfahrungen im Wünschelrutengehen gemacht.
 

 
Aus der Geschichte wissen wir ja, dass es eine lange Tradition gibt, in der Menschen ihre Bauten behutsam in die Landschaft zu setzten suchten. Ob es sich um Kirchen oder einfache Siedlungen handelte, die Menschen wollten die feinstoffliche Ausstrahlung eines Ortes in ihre Planung mit einbeziehen. Jeder von uns kennt ja Plätze, die besonders zum Verweilen einladen. Nicht selten sind es Kirchen und Klöster, vielleicht ein Bildstock oder ein heiliger Baum oder auch ein Dorfplatz, eine Ecke eines Zimmers oder Gartens, dort fühlt man sich einfach gut und entspannt. In der Geomantie werden im Allgemeinen verschiedene Systeme wie Wasseradern, Erdstrahlen, Gitternetze, Ley-Linie usw. bei der Betrachtung des feinstofflichen Gefüges eines Platzes mit einbezogen. Weiters wurden Grundrisse von Gebäuden, Bauteile wie Säulen, Stufen und Gänge von unseren Vorfahren stets bewusst ausgerichtet, um die Energie des Ortes aufzunehmen oder weiter zuleiten.
 
Aus all diesen Gegebenheiten ergibt sich dann die Eigenschaft eines Ortes, die intuitiv erspürt wird und Wohlbefinden oder Unbehagen hervorruft. Auch in unserer Zeit beginnt sich der Mensch, nach einer Zeit der Abwendung von der Natur, wieder auf feinstoffliche Muster einzulassen.

So finden wir heute im Buchhandel eine Flut von Büchern über Feng Shui, Vastu, Geomantie und dergleichen mehr. Zudem haben sich Verbände gebildet, wie etwa der Österreichischer Verband für Radästhesie und Geobiologie, die sich um das Thema bemühen.

Für uns stand nun die Mittagspause an und wieder gab es viel Gesprächsstoff, das Essen schmeckte und in dieser ausgelassenen Stimmung ging es am Nachmittag weiter nach Kautzen zum Platz des Skorpions.
 
Wir waren an einem Ort auf der Erde angekommen, der den Namen eines Sternzeichens trägt. Der Platz des Skorpions, eine Ansammlung von Granitblöcken in einem verzaubert wirkenden Waldstück, bekam seinen Namen tatsächlich nach dem Sternzeichen des Skorpions, da die Anordnung der Steine der Stellung der Sterne am Himmel gleicht.
Die weiteren Informationen galten allerdings diesem Ort und die Astrologie war für eine kurze Zeit im Hintergrund. Es war von alten Kultplätzen, von Wechselsteinen und Gebärstein, von Kraftlinien und Orientierungspunkten die Rede. Zu jedem Stein gab es eine eigene Geschichte und wir konnten die Energie der Orte mit der Wünschelrute erspüren.
 
Die Granitblöcke wurden von der ansässigen Bevölkerung aber auch lange Zeit wirtschaftlich genutzt und abgebaut, um daraus Blumentröge und Torbögen zu meißeln. Das energetische Zentrum dieser Steinformationen wurde jedoch aus Respekt vor der Erhabenheit der Naturkräfte stets vom Abbau verschont. So kann man auch heute noch die wunderbare Stimmung dieser Plätze genießen.
 
Als Mahnung gab es auch eine wunderliche Geschichte über einen unverfrorenen Steinmetz zu hören. Dieser versuchte ein Zentrum eines Steines abzubauen und erlag bald darauf dem Herztod. Seine Spuren am Stein sind noch zu sehen. Der große Block strahlt immer noch Würde und Erhabenheit aus und man kann sich durchaus vorstellen, dass dieser Stein dort ver-weilen wollte. So waren wir nun endgültig im mystischen Waldviertel angekommen und so manche Sonderlichkeit erschien uns hier als ganz normal.
 
Beim letzten Halt, einem Heurigenbesuch in Maissau, konnten wir dann nochmals alle Eindrücke des Tages in gemütlicher Stimmung austauschen, bevor wir wieder in die gewohnte Umgebung heimkehrten.

Ein schöner Tag nahm ein gutes Ende und wer sich fragt, was hat eigentlich die Astrologie mit der Geomantie zu tun, sei noch auf einen Artikel über Astrologische Geomantie in der Online - Zeitschrift Sternenwelten verwiesen. Zur Geomantie, Radiästhie und Geobiologie selbst gibt es natürlich ebenfalls viele Kurse und Seminare zur Auswahl und auch Herr Hanisch bietet ein Programm im Waldviertel an.
 
 
 
Es galt noch die Fließrichtung und die Tiefe der Adern zu ergründen. Damit kam natürlich eine wesentlich schwerere Aufgabe auf uns zu, doch erhielten wir so einen ersten Einblick in dieses Tätigkeitsfeld.

Wer sich nun besonders angesprochen fühlte, wusste aber auch, dass für eine weiterführende Beschäftigung das genaue Studium von Geomantie 1), Radiästhie 2) und Geobiologie nötig sein würde.
 
Heute erfährt der Platz des Skorpions eine gewisse Verehrung von Menschen, die sich mit den Naturkräften verbinden wollen. Man kann hier Frieden und Ruhe finden, Kraft tanken oder einen einfachen Spaziergang machen. So verschieden die Ansprüche der Menschen auch sind, dieser Ort scheint einfach in der Zeit zu weilen und ein klein wenig strömt auch ein Hauch von Ewigkeit durch den Wald.


Für uns wurde es nun langsam Zeit wieder die Rückfahrt anzutreten. Der Abend kam näher und die Gedanken wanderten wieder in Richtung Stadt und all die Aufgaben, die auf einen warten.
 
      1) Geomantie beziehungsweise Geomantik bedeutet Weissagung aus der Erde (altgriechisch gaia = Erde, manteia = Weissagung). Die Geomantie im traditionellen Sinn ist seit alter Zeit in vielen Kulturen und Religionen verbreitet. In der Geomantie wird mit Vermutungen zu geometrischen und astronomischen Ausrichtungen von Bauten und mit radiästhetischen Methoden zum Aufspüren "feinstofflicher Dimensionen" gearbeitet.

      2) Radiästhie ist die Kunst des Messens feiner Energien. Das Besondere dabei ist, dass der Mensch ein Teil der Messvorrichtung ist. Das bekannteste Anwendungsgebiet ist das Suchen von Wasserquellen und schädlichen Erdstrahlen. Max Plank, Physiker (1858-1947)
 
 
www.schrittweise.at